Einfahren von NeureifenAlle neuen Reifen sollten die 1. 200 – 300 km mit mittlerer Geschwindigkeit gefahren werden, um ihre Laufflächenoberfläche anzurauen. Hierfür gibt es mehrere Gründe:

1.) Die Reifen werden in den Heizformen vulkanisiert, die mit einer hoher Genauigkeit hergestellt wurden (1/100 mm) und demzufolge glatt sind.
2.) In einer Form sind nicht nur alle Details eines Profilmusters mit vielen Lamellen enthalten, auch die ganze Beschriftung und viele Entlüftungsbohrungen, die den Reifen bei einem Entformen zurückhalten.
3.) Eine Entnahme eines Reifens aus der Heizform funktioniert nur dann problemlos und ohne Deformation, wenn ein Reifen nicht in seiner Form kleben bleibt. Hierzu werden die Reifen auf der äußeren Seite mit einem Trennmittel eingesprüht.



Jenes Trennmittel gilt es, bei einem Einfahrvorgang von der Lauffläche abzufahren sowie diese anzurauen. Hierbei sollten scharfe Kurvenfahrt sowie extreme Bremsmanöver verhindert werden. Nur nach einem Einfahrvorgang kann ein neuer Reifen die vorgesehene Leistung bringen und sein ganzes Haftungsvermögen entfalten. So erklärt sich auch, dass ein Winterreifen vor dem 1. Schneefall montiert werden sollte, um so seine Laufflächenoberfläche anzurauen. Wenn auf neue Breitreifen umgerüstet wurde, ist ein verhaltenes Einfahren sehr wichtig, weil man sich auf das geänderte Fahrverhalten einstellen muss.